Am Sonntag, den 16.11.2025, wurde das Gedenken an alle Ofer von Krieg, Gewalt und Hass zum Volkstrauertag mit einem Gottesdienst um 14:00 Uhr in der St. Jacobi-Kirche Gingst eröffnet.

Pastor Joachim Gerber hielt in seiner Predigt einen Rückblick zum Volkstrauertag und erinnerte an die Folgen der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage und an die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung.

Im Anschluss zog die Gemeinde, angeführt von einer Ehrenformation der Freiwilligen Feuerwehr Gingst und Parchtitz zum Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz.

Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister Nico Last stimmte Dagmar Opolski mit einem Gedicht für den Frieden die Anwesenden auf das Gedenken ein. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von André Hardt, der auf der Trompete spielte.

Dagmar Opolski verlas das Totengedenken, während ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Parchtitz die Namen der gefallenen und vermissten Kriegsopfer aus Boldevitz nannte. Gerd Bednarski erinnerte eindringlich in seiner Ansprache an das Leid der beiden Weltkriege, bei denen über 80 Millionen Menschen ihr Leben verloren – darunter auch 115 Männer aus dem Kirchspiel Gingst im Ersten Weltkrieg und weitere 105 im Zweiten Weltkrieg.

Pastor Gerber bat in einem Gebet um Frieden, bevor die Kranzniederlegungen erfolgten: Durch die Gemeinde, den Förderverein, die Freiwillige Feuerwehr Parchtitz und die Gäste, die Blumen niederlegten.

Währenddessen erklang das Trompetenstück „Der gute Kamerad“. Eine Schweigeminute ehrte die Opfer, bevor der Vereinsvorsitzende Jürgen Pahnke allen Unterstützern dankte und die Anwesenden verabschiedete. Den Abschluss bildete das Trompetenstück „Bleib bei mir, Herr“.

Im Anschluss an die Gedenkfeier versammelten sich die Teilnehmer zu einem gemütlichen Kaffeetrinken im Pfarrhaus. Bei selbst gebackenem Kuchen der Pfarrgemeinde und vom Förderverein gestiftetem Kaffee konnten die Anwesenden den Film „Einweihung der Gedenkplatte für die Opfer und Gefallenen des 2. Weltkrieges“ sehen.
Bilder H.-J. Kieseler, Gingst
